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Mittwoch, 26. September 2018

Eichelkaffee, Muckefuck, Mocca faux....ein Rezept!

....oder wie auch immer man das Getränk nennen mag. Jeder hat vermutlich schon mal von Kaffee-Ersatzprodukten gehört, so wie ich von meinen Großeltern und auch meinen Eltern. Kaffeebohnen gab es in ihren Tagen eher weniger.

....or whatever you call this coffee substitute. Almost everyone has heard about them, like I did from my grandparents and also my parents. Coffee beans were rare back then.


Hier saß ich nun also mit meinem Strickzeug in der Mittagspause auf einer Parkbank Mitte September unter einer Eiche (Notiz an mich: nicht gut, denn irgendwann erwischt einen eine Eichel) und mir kam der Gedanke, doch einfach mal Eichelkaffee selbst zu machen. Mehr als übel schmecken kann es ja nicht.

So I was sitting here with my knitting under an oak tree mid September during my lunch break (note to self: not good, as you get hit by an acorn for sure sooner or later) and by looking at all the acorns we got this year I decided to try and make some acorn coffee. What can go wrong?


Also ein paar Eicheln gesammelt (Stieleiche/Quercus robur ist am besten), im Internet und diversen Büchern schlau gemacht und losgelegt. Eicheln schälen, braune Haut entfernen und 24 Stunden einweichen, damit die Gerbsäure und damit das Bittere weggeht. Dann aus dem Wasser nehmen, abspülen und in grobe Stücke hacken. Je kleiner die Stücke, desto mehr muss man beim Anrösten aufpassen, dass sie nicht anbrennen. Dann in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten (unbedingt bei der Pfanne bleiben und nicht ungeduldig werden). Dann die gerösteten Stücke auskühlen lassen und in einem Mixer/Kräuterhäcksler fein mahlen. Kühl aufbewahren.

So I foraged some acorns (common oak/Quercus robur is best), checked internet and books and started. Peel the acorns, including the brown skin and water them for 24 hours, so your coffee doesn't get bitter in the end. After 24 hours rinse them and cut in pieces. The coarser the better, so they don't burn easily while roasting. Roast them in a pan without fat at medium heat (Stay with the pan and don't get impatient). Let the roasted pieces cool and then shread them to powder with a mixer/blender. Store cool.


2-3 Teelöffel Pulver und ein wenig Zimt mit Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Nach Belieben kann man noch süßen und Milch zufügen. Wer sich etwas Kaffeeähnliches erhofft, ist hier allerdings falsch, auch wenn es Kaffee-Ersatz genannt wird. Es sieht eher aus wie Tee und schmeckt wie Karamel-Haselnuss-Chai-Gewürz-Irgendwas. Für mich einfach nur lecker, dazu noch koffeinfrei und blutdrucksenkend. :)

Infuse 2-3 teaspoons and a bit of cinnamon in a cup and let it steep for 10 minutes. Add sugar and milk to taste. If you expect something coffee-like....nope. Even if it's called coffee substitute, it tastes more like caramel-hazelnut-chai-spice-something. For me it's delicious, caffeine free and lowers blood pressure. :)

Samstag, 9. März 2013

Mutige Chili-Testesser/Brave chili test participants

Ich habe mir einen Dutch Oven gekauft.
Bought myself a Dutch Oven.



 

 
 Gestern haben sich einige Mutige zum Testkochen versammelt.
 
Yesterday the brave ones gathered for test cooking.
 
 

 
 Nun hat der DO schon ein wenig Patina.
 
Now the DO already has some patina.

 



In der Sonne haben wir dann das beste Chili und Maisbrot aller Zeiten genossen. :)
 
In the sun we enjoyed the best chili and corn bread ever. :)

 
Das Rezept ist von hier.
 
The recipe can be found here.

Montag, 19. November 2012

Engadiner Nusstorte/Engadin Walnut Pie



Dieses Rezept muss ich unbedingt mit euch teilen: Engadiner Nusstorte!

500g Mehl, 200g Zucker, 2 Eier, 300g kalte Butter (in Stücken) und eine Prise Salz schnell zu einem Teig verkneten, bevor die Butter warm wird. Dann eine Stunde kalt stellen. Die Hälfte des Teiges zu einer Platte ausrollen, in eine gefettete Springform legen und einen kleinen Rand formen. 200g Zucker in einer großen Pfanne karamellisieren, 400g grob gehackte Walnüsse unter das Karamell rühren und vorsichtig mit Sahne ablöschen. Alles gut durchrühren und dann auf dem vorbereiteten Boden verstreichen. Dabei schnell arbeiten, bevor die Masse fest wird. Aus der zweiten Hälfte Teig wieder eine Platte ausrollen, auf die Form legen und Rand gut festdrücken. Überstehenden Teig abschneiden und aus den Resten Rosetten ausstechen. Auf den Kuchen legen und mit halben Walnüssen dekorieren. Bei 180°C 40-45 Minuten backen. Den Kuchen nach ca. 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

A recipe I got to share with you: Engadin walnut pie!

Mix 500g flour, 200g sugar, 2 eggs, 300 cold butter (in small pieces) and a pinch of salt fast, before the butter gets warm. Put the dough in the fridge for about an hour. Take half of the dough and make a circle fitting into a round cake pan. Form a small edge. Caramellize 200g of sugar in a big pan, put in 400g roughly chopped walnuts and cream and stir well. Now put the walnuts in the cake pan. You got to work fast before the walnut mix gets hard. From the second half of dough forma nother circle and put it on top of the cake. Cut off the excess and make some rosettes with the help of a cookie cutter. Decorate the cake with the rosettes and half walnuts. Bake the cake for about 40-45 minutes at 180°C. Put aluminium foil on top after 30 minutes, so the cake doesn't get too dark.

Dienstag, 28. August 2012

Spätsommer: Pfirsiche/Late Summer: Peaches



Von links nach rechts: Weinbrand-Pfirsichsirup, zwei Sorten Pfirsichmarmelade, einmal mit Schuss, einmal ohne, Weinbrand-Pfirsiche in Sirup und ganz rechts Pfirsichwein. Da tropft einem der Zahn! Alles mit Pfirsichen, Testrezepte, was gut schmeckt, darf bleiben. :)

From left to right: brandy peach syrup, two variations of peach jam, with and without alcohol, below brandy peaches in sirup and on the right a bottle of peach wine. I'm drooling! Everything with peaches, test recipes, what is delicious will stay in my book. :)

Donnerstag, 5. Januar 2012

5. Januar: Schlehenlikör/Blackthorn Liqueur

Könnt ihr euch noch erinnern, als ich den angesetzt habe? Er ist rechtzeitig zu Weihnachten fertig geworden und schmeckt köstlich! Ich habe wegen der wenigen verfügbaren Schlehen nur ungefähr einen halben Liter gemacht, deshalb gab's nicht viel zum Teilen/Verschenken. Aber da der Likör so fein schmeckt, wollte ich gern das rezept mit euch teilen.


Remember that one? It's now ready and tastes DELICIOUS! I only got about half a liter, so not much for gift giving or sharing. But as the liqueur tastes so fine, I'd like to share the more than simple recipe with you.



Schlehen (Früchte der Prunus spinosa)

Gin

Zucker



Manche wissen es, manche nicht, deshalb sage ich es lieber dazu: Schlehen bitte erst nach dem ersten Frost ernten. Man kann auch einen Umweg gehen und die Schlehen vollreif ernten und sie dann 24h einfrieren. Das Einfrieren führt dazu, dass ein Teil der bitter schmeckenden Gerbstoffe abgebaut wird.

Und damit zum Rezept. Die Menge hängt davon ab, wieviele Schlehen ihr habt. Die Schlehen waschen, einzeln mit einem Holzspieß ein bis zweimal einstechen und dann in ein großes Glas geben (ich habe ein Gurkenglas mit ca. 700 ml Inhalt genommen. Das Glas sollte bis zur Hälfte mit Schlehen gefüllt sein. Darüber dann Zucker streuen, bis die Hohlräume zwischen den Schlehen gefüllt sind. Dann mit Gin aufgießen. Wer keinen Gin mag, kann auch Wodka oder Korn nehmen, aber der Gin paßt wirklich hervorragend zu den Schlehen. Das Glas fest verschließen und auf die Fensterbank stellen. Ab und zu schütteln, damit sich der Zucker auflöst. Der Likör sollte klar sein und eine tiefrote Farbe haben, dann kann man ihn in Flaschen abfüllen (natürlich ohne die Schlehen ;-)).



Sloes
(berries of Prunus spinosa)
Gin
Sugar


Some know, some may not, so I better say it. Please harvest sloes only after the first
frost. You can also pick them fully ripened and put them in the freezer for
about 24 hours. The freezing reduces the bitter ingredients.
So let’s start with the recipe. The amounts depend on how many sloes you got. Wash the
sloes, prick each sloe once or twice with a toothpick and fill them in a big
jar (I took a pickles jar with approx.. 700 ml). The jar should be filled half
with sloes. Put sugar over the sloes until the gaps between the sloes are
filled. Then fill up with gin. You can take vodka or rye schnaps, but the gin
goes perfectly with the sloes. Close the jar and put on the window shelf. Shake
every now and then, so the sugar dissolves. The liqueur should be clear and
have a deep red color, then you can put it in bottles (of course without the
sloes ;-)).

Montag, 2. Januar 2012

2. Januar: Butterstollen/Butter Stollenbread

Ein traditionelles Stollenrezept. Mmmmmmhhhh!
A traditional recipe for Stollenbread. Yummm!
Butterstollen

Je 100 g Zitronat und Orangeat
100 g Rosinen
6 EL Rum oder lauwarmes Wasser
1 kg Mehl
2 Würfel Hefe oder 2 Tütchen
Trockenhefe
250 g Zucker
¼ Liter Milch
Je 1 Prise Salz, Piment,
Kardamom und Muskatblüte
400g zimmerwarme Butter

Zum Bestreichen
100 g Butter

Zum Bestäuben
50-60 g Puderzucker

1.
Zitronat und
Orangeat fein hacken. Mit den Rosinen in eine Schüssel geben und mit Rum (oder
Wasser) beträufeln. Durchziehen lassen, bis der Teig gegangen ist.
2.
Das Mehl in eine
große Schüssel füllen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe in die
Vertiefung geben und mit einem EL Zucker bestreuen.
3.
Die Milch
erhitzen, bis sie lauwarm ist. Etwa ein Drittel davon in die Vertiefung gießen.
Die Hefe, den Zucker und etwas Mehl vom Rand verrühren, bis sich die Hefe
aufgelöst hat. 30 Minuten gehen lassen.
4.
Den übrigen
Zucker, die restliche Milch und die Gewürze zufügen. Die Butter in kleine
Stücken dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Solange kneten,
bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Abdecken und eine Stunde gehen lassen.
5.
Dann die
eingeweichten Früchte zum Teig geben und unterkneten.
6.
Dann den Teig in
zwei Hälften teilen und beide Teile mit dem Nudelholz ein wenig flachrollen.
Dann eine Seite bis knapp über die Mitte schlagen, so dass die typische
Stollenform entsteht. Auf das Blech legen und nochmals etwa zwei Stunden gehen
lassen.
7.
Den Backofen aus
180°C vorheizen. Das Blech auf die unterste Schien in den Backofen schieben und
etwa eine Stunde backen.
8.
Die Butter
schmelzen und die Stollen gleich nach dem Backen und mehrmals beim Abkühlen
damit bestreichen. Wenn sie abgekühlt sind, dick mit Puderzucker bestäuben und
gut verpackt an einem kühlen Ort aufbewahren.
9.
Die Stollen
sollten mindestens zwei bis drei Wochen durchziehen, bevor sie angeschnitten
werden. Also rechtzeitig vor Weihnachten loslegen!

Butter Stollenbread

100 g of each candied lemon and orange peel
100 g raisins
6 tablespoons rum or warm water
1 kg flour
2 cubes of fresh or 2 baggies of dry yeast
250 g sugar
250 ml milk
a pinch of salt, pimento, cardamom and mace
400 g warm butter

for glazing/topping
100 g butter
50 – 60 g powdered sugar

1.
Cut candied lemon and orange peel in fine cubes. Put in
a bowl with raisins and pour the rum over it. Let it sit until the dough is
ready.
2.
Put the flour in a big bowl and make a pit in the middle.
Put the yeast in the middle and add a tablespoon of sugar.
3.
Heat the milk until it is lukewarm and pour one third
on the yeast and the sugar. Stir with a bit of flour from the edge until the
sugar and the yeast dissolved. Let it
rise for about 30 minutes.
4.
Add the rest of the sugar and the milk and the spices.
Add the butter in small pieces and mix until the dough is smooth. Let the dough
rise for another hour.
5.
Now take the soaked fruits and mix into the dough.
6.
Now cut the dough in half and roll both pieces flat a
bit. Then fold over one half lengthwise to get the typical shape of a “Stollen”.
Put both pieces on the baking tray and let them rise for another two hours.
7.
Heat the oven up to 180°C. Put the baking tray on the
lowest shelf and bake for about 1 hour.
8.
Melt the butter for the topping and coat the Stollen
several times while they cool down. After they have cooled down completely,
sprinkle it with powdered sugar, so you got a thick coat of it on the Stollen.
Wrap them well and store in a cool place.
9.
The Stollen should have the time to rest for at least
two or three weeks to develop the typical flavor and consistency.

Montag, 26. Dezember 2011

26. Dezember: Lebkuchen-Rezept/Gingerbread Recipe




Die sehen gut aus, gell? Deshalb hier das Rezept:




250 g Honig


250 g brauner Zucker


150 g Butter


100 g gemahlene Mandeln


400-450 g Mehl


2 TL Lebkuchengewürz


abgeriebene Schale einer halben Zitrone


1 EL Kakao


1 Ei


1 TL Pottasche


2 EL Rum oder Wasser




1. Den Honig mit dem Zucker und der Butter in einem Topf schmelzen und solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann in eine große Rührschüssel umfüllen und abkühlen lassen.




2. Mandeln, Mehl, Lebkuchengewürz und Ei zur Honigmischung geben und unterrühren. Die Pottasche in mit Rum oder Wasser auflösen und ebenfalls unterrühren.




3. Den Teig solange kneten, bis er glänzt und nicht mehr klebt. Eventuell noch etwas Mehl hinzufügen.




4. Den Teig in Folie wickeln und mindestens vier Stunden in den Kühlschrank stellen, am besten jedoch über Nacht.




5. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Teig mit ein bißchen Mehl 5-6 mm dick ausrollen und Herzen und Sterne (oder andere Formen) ausstechen.




6. Ich dekoriere meine Lebkuchen vor dem Backen ganz klassisch mit halbierten, blanchierten Mandeln. Man kann sie aber auch nach dem Backen mit Zuckerguss dekorieren.




7. Nun ca. 18 Minuten auf der mittleren Schiene backen.




8. Nach dem Auskühlen in Dosen verpacken und einen Apfelschitz dazugeben, damit sie weich werden. Man kann die Dose aber auch einfach einige Tage offen lassen, das geht schneller.




They look delicious, right? So here's the recipe:


250 g honey
250 g brown sugar
150 g butter
100 g ground almonds
400-450 g flour
2 teaspoons gingerbread spice
ground lemon zest of a 1/2 lemon
1 tablespoon of cocoa
1 egg
1 teaspoon potash
2 tablespoons of rum or water




1. Melt honey, sugar and butter in a pot. Stir well until the sugar dissolves. Then fill into a big bowl and let it get cool.




2. Add almonds, flour, gingerbread spice and the egg and stir well. Dissolve the potash in rum or sugar, add and stir again.

3. Mix the dough until it appears glossy and doesn't stick. Add flour if needed.

4. Wrap the paste in foil and put in the refrigerator for at least 4 hours, better during a whole night.

5. Heat the oven up to 180°C. Roll out the dough to a thickness of about 5-6 mm and use cookie cutter of your choice to get hearts, stars (or whatever you like).

6. I like the classic look and decorate my gingerbread with almonds before baking. But you can also decorate it with sugar glaze after baking.

7. Bake for approx. 18 minutes.

8. Take them out and let them cool. Put them in tins with some apple slices to make them soft or just leave the tins open for some days. That method is a lot faster.