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Montag, 12. Juli 2010

Bogen-Kurse: Woche 5 - Das Ende!/Archery Classes: Week 5 - The End!

So, nun sind die Kurse zu Ende! Einerseits schade, weil es sehr viel Spaß gemacht hat, mir, meinen Helfern und durchweg auch den Teilnehmern; andererseits auch schön, denn nun geht es auf zu neuen Ufern, mit neuen Kursen, mit der Nachbereitung und der Rekapitulation dessen, was ich für mich persönlich aus den Kursen lernen konnte, als Lehrerin und als Bogenschützin. Und gelernt habe ich einiges!
Der letzte Tag stand bei beiden Kursen ganz im Zeichen des Spaßes am Schießen. Manche haben sich an die weitere Entfernung herangetraut, andere hatten sehr viel Spaß daran, Luftballons zu ,,erlegen" oder andere Bogentypen auszuprobieren. In diesem Kurs wurde ja das Schießen mit dem Recurve-Bogen erlernt und am letzten Tag konnten dann Langbogen und Compoundbogen (s. Bild unten) ausprobiert werden. Für Infos über die genannten Bogentypen ist hier nochmal der Link zum Bericht über Woche 2 der Kurse.

So the classes are over now! On one hand I am sad, because it was lots of fun, for me, for my "assistants" and the students, on the other hand I'm glad, because now there is time to prepare new classes, beading and archery, learn from the mistakes and recapitulate all the things I learnt from the classes, as a teacher and as an archer. And it definitely was a learning experience!
The last day was all about the fun of archery. Some of my students tried their hand (and bow) on a longer distance, some had much fun to "kill" some balloons or try other bow types. Remember that the class was about lerning to handle a recurve bow and on the last day the students had the possibility to shoot with a longbow and a compound bow (see pic below). For more information about the different bow types, read my post from Week 2.

Und hier seht ihr noch einen der Bogen, die die Kursteilnehmer am letzten Abend ausprobieren konnten. Es handelt sich dabei um einen Compoundbogen und man sieht sehr gut die typischen Elemente, an denen man einen Compoundbogen erkennt: die Umlenkrollen an den Wurfarmenden und das Sehnen- und Kabelsystem. Man sieht auch sehr gut, daß der Schütze den Bogen nicht mit den Fingern zieht, sondern mit einem Hilfsmittel, dem sogenannten ,,Release", das dem Abzug einer Kugelwaffe relativ ähnlich ist. Der lange Stab am vorderen Ende ist Teil des Stabilisierungssystems, das hilft, den Bogen einerseits ruhiger zu halten und andererseits die Vibrationen nach dem Schuß aufzunehmen.
Ich hoffe, ihr hattet ein bißchen Spaß beim Lesen dieser Mini-Serie übers Bogenschießen und habt ein bißchen was dabei gelernt!

In this pic you can see one of the bows my students were allowed to test on the last evening. It is a compound bow and you can see the typical characteristics of a compound bow: the cam wheels at both ends of the limbs and the bow string and cable system. You can also see, that the archer doesn't pull the bow with his fingers, but with a device called "release" which is similar to the trigger of a gun. The long stick at the front end of the bow is part of the stabilizing system, that helps on one side to hold the bow more stable and on the other side decrease the vibrations, which emerge after the arrow is released.
I hope you had fun reading this little archery series and learnt a bit about archery!

(Fotos von/photos by Kokopelli, 2010)

Montag, 5. Juli 2010

Bogen-Kurse: Woche 4/Archery Classes: Week 4


Diese Woche haben meine Kursteilnehmer etwas über die verschiedenen Disziplinen erfahren, die es im Bogenschießen gibt. Diese Aufzählung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber sie gibt einen kleinen Überblick:

- FITA* im Freien: Ein Wettbewerb ist die sog. ,,Große FITA", bei der man 144 Pfeile auf vier verschiedene Entfernungen schießt. Bei den Herren werden je 36 Pfeile auf 90, 70, 50 und 30m und bei den Damen auf 70, 60, 50 und 30m geschossen. Im FITA-Meisterschaftssystem schießt man 72 Pfeile auf 70m. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Entfernungen entsprechend kleiner bzw. die Scheiben größer.

- FITA Halle: In der Halle schießt man auf 18m 60 Pfeile.

- FITA Feld: Bei dieser Disziplin wird im Gelände geschossen. Es werden jeweils drei Pfeile geschossen. In der 1. Runde sind die Entfernungen bekannt, in der zweiten nicht. Hierbei ist es also vor allem wichtig, die Entfernung zur Scheibe richtig zu schätzen.

- Jagd- und 3D-Turniere: Hier wird im Gelände auf Tierscheiben oder 3D-Tiere geschossen. Die Regeln richten sich je nach Veranstalter und werden in den Ausschreibungen mitgeteilt.

- Ski Arc: Ähnlich dem Biathlon handelt es sich hierbei um eine Kombination aus Langlauf und Bogenschießen.

- Flight-Schießen: ist ein reiner Weitschieß-Wettbewerb.



This time I told my students a bit about the different contests in archery. The list is not necessarily complete, but gives a little overview:

- FITA* Outdoor: There are two outdoor contests: one is the so called "Big FITA", where 144 arrows are shot, 36 arrows on each distance. For men the targets are on 90, 70, 50 and 30m and for the ladies on 70, 60, 50 and 30m. The second contest is the "Championship System", where 72 arrows are shot on a target, that is 70m away. For kids the targets are bigger or the distances shorter.

- FITA Indoor: Here the distance is 18m and 60 arrows are shot.

- FITA Field: This contest is shot in the field/woods. Three arrows on each target. In the first round the distances are known, in the second round they are unknown. The important thing in this contest is to estimate the distances correctly.

- Bowhunter and 3D tournaments: There are a lot of contests like this and the rules differ from organizer to organizer. Often the normal targets are replaced by animal targets or 3D foam animals.

- Ski Arc: Similar to biathlon this is a combination of cross-country skiing and archery.

- Flight Contests: This contest is all about shooting the longest distance.



* FITA (Fédération Internationale de Tir à l'Arc) ist die internationale Dachorganisation der Bogenschützen mit Sitz in Lausanne (Schweiz). / FITA (Fédération Internationale de Tir à l'Arc) is the international umbrella organisation of archers (do you really say "umbrella organisation"?), based in Lausanne (Switzerland).

Sonntag, 27. Juni 2010

Bogenkurse: Woche 3/Archery Classes: Week 3

Diese Woche ging es tatsächlich nur ums Schießen, sozusagen ein ,,Belastungstest" für die Neu-Schützen. Und einigen schmerzen sicher die Arme, aber so ist nun mal der Sport. Ziel war es, nochmal intensiv Fehler zu korrigieren und eine sichere Technik zu entwickeln. Einige haderten mit der Haltung, andere mit dem Visier und manche auch mit dem Bogen. Allerdings konnten einige Schützen auch schon auf kleinere Zielscheiben umsteigen, da sich ihre Technik schon soweit gefestigt hatte. Allerdings ist es nicht nur schwieriger, ein kleineres Ziel zu treffen, sondern es kommt auch eine ,,psychologische" Komponente dazu. Und so war das Schießen auf ein kleineres Ziel doch nicht so einfach, wie es sich manche vorgestellt hatten.....

This week was all about shooting, a test of endurance for the new archers so to say. And some of them have hurting arms for sure, but that's sport. The goal was to intensively correct posture and style and develop a stable technique. Some had problems with their posture, others with the sight and some with the bow. But I'm proud to say that some of my newbies could already change to smaller targets, because their technique was stable enough. But smaller targets are not only more difficult to hit, but there is also a "psychological" component shooting on smaller targets. And so it wasn't that easy as some of my students thought....

Für Erstaunen sorgte dann noch ein gelockerter Nockpunkt*, der fröhlich auf der Sehne hin und her gerutscht ist und den ich wieder festklemmen mußte. Ist mir persönlich noch nie passiert, aber man lernt ja nie aus.

Then there was also some amazement about a loose nocking point*, which wandered happily along the bowstring and had to be crimped close by me. Personally this never happened to me until this day, but one never stops learning.

*Ein Nockpunkt ist ein kleiner Messingring oder eine Wicklung, der/die auf der Sehne über dem Punkt befestigt wird, an dem der Pfeil aufgenockt wird. So stellt man sicher, daß der Pfeil immer an der gleichen Stelle auf der Sehne sitzt. Man kann auch zwei Ringe oder Wicklungen anbringen, um zu vermeiden, daß der Pfeil nach unten wegrutscht.

*A nocking point is a small brass ring or a thread wrapping, which marks the point on the bow string where the arrow is nocked on. So the archer can be sure that the arrow always sits in the same place on the bow string. Sometimes two rings or wrappings are used to keep the arrow from slipping away downwards.


(Foto von/photo by M. Malcher, 2010)

Freitag, 18. Juni 2010

Bogenkurs: Woche 2/Archery Classes: Week 2

Diese Woche konnten die Kursteilnehmer verschiedene Bogentypen bewundern, bevor es ans eigentliche Schießen ging. Ich war die ganze Woche und auch schon in der Kursvorbereitung auf der Suche nach den verschiedensten Bögen, damit die Kursteilnehmer sie in der Realität bewundern konnten. Am Ende konnte ich sechs Bogentypen zeigen:
  • einen Nachbau des Ötzi-Bogens,
  • einen Langbogen, der vor allem durch Robin Hood und die englischen Bogenschützen des Mittelalters bekannt ist,
  • einen Reiterbogen, wie man ihn vor allem von den Mongolen und anderen Reitervölkern kennt,
  • einen modernen Jagd-Recurve,
  • einen olympischen Recurvebogen, wie er als einziger Bogen auch bei den Olympischen Spielen geschossen werden darf,
  • einen Compound-Bogen, der in den USA für die Bogenjagd entwickelt wurde und heute auch in Wettkämpfen geschossen wird.

Für mehr Informationen über die verschiedenen Bogentypen könnt ihr euch hier informieren. Vielen Dank an alle, die mir ihre Bögen zur Verfügung gestellt haben! Es hat allen sichtlich Spaß gemacht.

This week my students were able to see many different types of bows, before they actually get to shoot. I was busy all week to gather as many bow types as possible from friends, club mates, family and my own stash. In the end I was able to show them six different bows representing the most important types, that were still in use today:

  • a reconstruction of Ötzi's bow (remember: Ötzi is the man from the late Stone Age, found in the ice of the Alps),
  • a longbow, which became famous due to Robin Hood and the English archers of the Medieval,
  • a Mongol or rider's bow, which is a short, but very strong bow, mostly used by mounted archers
  • a modern recurve hunting bow
  • an Olympic recurve bow, which is the only bow shot at Olympic Games
  • a compound bow, which was originally inventend in the US for bowhunting and is also shot in competitions today.
For more information on the different bow types, click here. And thanks to all who allowed me to show their bows to the classes! My students sure had fun to see these bows in reality.

(Foto von/photo by F. Flinspach, 2005)

Freitag, 11. Juni 2010

Erste Eindrücke/First Impressions




Wenn ihr zu meinen regelmäßigen Lesern gehört, wißt ihr auch, daß ich neben Perlen und Basteln noch eine weitere Leidenschaft habe: Bogenschießen! Ich bin erst seit ungefähr acht Jahren Bogenschütze, aber es hat mich seit dem ersten Pfeil nicht mehr losgelassen. Und jetzt habe ich mich in ein neues Abenteuer gestürzt, nämlich Bogenschießen zu unterrichten. Aber erstmal muß ich mich bei all den Leuten bedanken, ohne die ich die Aufgabe nie hätte stemmen können. Vielen, vielen Dank an alle Bogentrainer, die mir Bogenschießen beigebracht haben, an alle Pfeilsucher, Ausrüstungsreparierer, Bogenlackierer, Rasenmäher, Zielscheibenbauer, Fotografen und Kurs-Assistenten!



When you read my blog regularly you know that there is a passion besides beading and crafting: archery! I'm only into archery for about 8 years now, but loved it from the very beginning. And now I started a new adventure with teaching archery classes. First I'd like to say that I couldn't have managed all this without the help of so many people, teaching archery to me in my "early years", taking care of broken arrows and missed equipment, mowing the lawn, varnishing bows, taking photos, constructing targets and helping me during classes. Thank you so much (you know who you are)!



Die beiden Premieren-Kurse haben diese Woche angefangen und ich werde jede Woche hier ein kleines Update posten, zum Lesen und Mitfiebern für euch und zur späteren Erinnerung an dieses Abenteuer für mich. Ein Kurs ist gemischt, Männlein und Weiblein, und einer ist ein reiner Herrenkurs und es ist überaus interessant, die Unterschiede zu sehen. Der gemischte Kurs war ein bißchen überwältigt von der Flut an Technik und Informationen und hatte einen etwas langsameren Start als die Herrenkurs, allerdings muß ich der Fairness halber dazu auch sagen, daß der gemischte Kurs sozusagen meine ,,Testgruppe" ist, da ich selbst ja noch nie einer ganzen Gruppe Bogenschießen beigebracht habe. Der Herrenkurs hatte ein klares Ziel vor Augen: WIR WOLLEN SCHIEßEN! SOFORT! Alles andere war uninteressant und ich denke, sie haben den Ausflug in die Geschichte des Bogenschießens nicht so sehr genossen wie der gemischte Kurs. Ich denke, dieser Wille, sofort schießen zu wollen, ist ein Überbleibsel des "Jäger-Gens", das Männern noch immer aus der Steinzeit erhalten geblieben ist. *lol* Versteht mich nicht falsch, denn ich versuche hier nicht, Klischees zu bedienen oder in solchen zu denken, aber es ist interessant, die Unterschiede in der Lernstruktur zu sehen und als Lehrer besser zu werden. Als Lehrer lernt man ja doppelt (wie ich mal irgendwo gelesen habe).

Sofort schießen konnte natürlich niemand, sondern wir uns erstmal kurz durch die Geschichte gewühlt (Ötzi, Robin Hood & Co.), dann einige Sicherheitsvorkehrungen erläutert und uns dann dem Aufwärmen und dem Erlernen der Technik gewidmet. Bei einer technisch so anspruchsvollen Sportart wie Bogenschießen ist das sehr wichtig, um Haltungs- und damit Gesundheitsschäden zu vermeiden. Psychologisch wichtig war, daß alle am Ende zwei Passen schießen und damit einen ersten Eindruck gewinnen konnten, was Bogenschießen heißt. Und nächste Woche sehe ich dann, wieviele Leute ich mit dieser Taktik vergrault habe. ;-)

So the two premiere classes started this week and I decided to post a little update every week, for you to read and for me to keep track of this adventure and remember it later. One class is mixed and one is only men and it is interesting to see the differences. The mixed class was a bit overwhelmed by all the information and technique and had a slower start than the "only men" class, but to be fair the mixed class also serves as my "test drive" class, as I never taught archery to a whole class before. The "only men" class had a clear target: WE WANT TO SHOOT! NOW! Everything else was not interesting and I think they didn't enjoy my historic excursion about archery as much as the mixed class did. I guess this will to get to shooting is a remaining of the "hunter gene" left over from the stone age. *lol* Don't get me wrong, as I'm not trying to think in clichees, but it's interesting to observe the differences in learning structures and get better as a teacher myself. Teaching is twice learning (as I read somewhere).

Of course, no one was allowed to shoot at once, but we made a short excursion into the history of archery (Ötzi, Robin Hood & Co), then some security rules and last but not least some warm-up exercises and a bit of technique. Archery is a very demanding on the technical side and learning it step by step helps to avoid false posture and technique, which can cause health damages in the long run. Important on the psychlogical side was that everyone could shoot two passes and gain a first impression of what archery is. And next week I'll see how many people I scared away with this tactic. ;-)

(alle Fotos von/all photos by M. Malcher, 2010)

Dienstag, 1. Juni 2010

Gürteltasche/Belt Pouch



Diese kleine Gürteltasche habe ich vor kurzem aus feinstem silbergrauem Wildleder gemacht. Das ist ein sehr einfaches Muster mit nur drei Nähten und drei Lederstücken. Der Verschluß ist ein geschnitzter Knopf aus Knochen.

Another thing I made lately is this little belt pouch from finest silver grey suede. This is a pretty easy pattern, made with only three seams and three pieces of leather. The closure is a carved bone button.

(designed by Kokopelli, 2010)

Dienstag, 18. Mai 2010

Etwas Blaues..../Something Blue....


Nein, es hat nichts mit Heiraten etc. zu tun. Ich wollte nur eine Farbinspiration mit euch teilen. In drei Wochen gehen die Bogenkurse los und dafür hat ein freundlicher Mitbogenschütze einige unserer vereinseigenen Bogenmittelteile neu lackiert. Alles blau! Sehen die nicht toll aus? Und dann auch noch meine Lieblingsfarbe! Laßt euch inspirieren!
No, this has nothing to do with weddings etc. I just wanted to share an inspiring color scheme with you. There are only three weeks left until my archery classes start and therefore a fellow archer varnished some of the middle parts of our club's bows in four shades of blue. Don't they look great together? And in my favorite color! Be inspired! (I can't remember: from which ad was that sentence???)